In den letzten Wochen wurde der Begriff „Lifestyle-Teilzeit“ intensiv diskutiert, ausgelöst durch eine gesellschaftliche und politische Debatte über die wirtschaftliche Bedeutung von Teilzeitarbeit. Dabei stand der Vorwurf im Raum, dass viele Menschen aus reiner Bequemlichkeit und nicht aus zwingenden Gründen in Teilzeit arbeiten. Doch aktuelle Erkenntnisse, wie das Randstad Arbeitsbarometer 2026, widerlegen diese Annahme.
Teilzeit oft unfreiwillig gewählt
Laut Umfrage arbeiten 24 % der Befragten in Deutschland in Teilzeit, doch nur 16 % würden dies freiwillig als ideale Beschäftigungsform bevorzugen. Dieser Trend zeigt sich bei allen Geschlechtern und Altersgruppen: Während 34 % der Frauen aktuell in Teilzeit tätig sind, würden dies nur 22 % als Wunschmodell wählen. Bei Männern liegt der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei 15 %, aber nur 10 % streben dies an. Selbst bei der Generation Z arbeiten 20 % in Teilzeit, doch lediglich 13 % sehen darin ihr Ideal.
Stattdessen gewinnen Selbstständigkeit und Vollzeitstellen mit Nebenbeschäftigung an Attraktivität. Zwar sind derzeit nur 5 % selbstständig, doch 10 % könnten sich dies für die Zukunft vorstellen. Ähnlich verhält es sich mit Nebenjobs: Nur 3 % der Vollzeitkräfte haben aktuell einen, aber 12 % würden dies gerne umsetzen.
Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland, betont, dass die Ergebnisse die gängige Meinung widerlegen: „Die Daten zeigen, dass nicht weniger, sondern eher mehr gearbeitet werden möchte – ein Trend, der im öffentlichen Diskurs oft übersehen wird.“
Leistungsbereitschaft und Engagement im Fokus
Für 49 % der Beschäftigten ist es wichtig oder sehr wichtig, im Beruf einen persönlichen Beitrag zu leisten. 45 % legen Wert auf Innovation, während 43 % ihre Karriereentwicklung und Aufstiegschancen als zentral erachten.
Menne ergänzt: „Viele Mitarbeitende wollen sich aktiv einbringen, neue Wege gehen und ihre berufliche Entwicklung vorantreiben. Arbeitgeber sollten dies nutzen, um die Belegschaft stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden und so das Innovationspotenzial zu fördern. Dafür braucht es jedoch auch Offenheit für unkonventionelle Ansätze.“
Work-Life-Balance bereits für viele Realität
74 % der Beschäftigten in Deutschland schätzen, dass ihr aktueller Job eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglicht – ein höherer Wert als der Anteil derer, für die Work-Life-Balance überhaupt Priorität hat (63 %).
Menne fasst zusammen: „Viele Unternehmen bieten bereits gute Bedingungen. Dennoch liegt es an der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Vollzeitarbeit und Leistung für alle, die sie anstreben, attraktiv und machbar machen.“
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Randstad Deutschland GmbH & Co. KG/Veröffentlicht am 11.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
