Studie: Öffentlicher Dienst hat motivierte Beschäftigte, braucht aber bessere Rahmenbedingungen

Nima

Stempel mit Aufschrift Öffentlicher Dienst
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Im öffentlichen Dienst gibt es nach einer aktuellen Untersuchung der dbb akademie viel Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen aktiv mitzugestalten. Damit dieses Potenzial im Arbeitsalltag stärker wirksam werden kann, braucht es jedoch bessere Rahmenbedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt das Fach- und Führungskräfte-Barometer 2026.

Für die Vertiefungsstudie wurden 1.012 Personen befragt, darunter 471 Führungskräfte und 541 Fachkräfte. Im Mittelpunkt standen die Ursachen von Unzufriedenheit, die Faktoren für Motivation sowie die Frage, was Beschäftigte langfristig an ihren Arbeitgeber bindet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die größten Belastungen weiterhin in hoher Arbeitsdichte, bürokratischen Abläufen, fehlenden Ressourcen und mangelnder Wertschätzung liegen. Mehr als die Hälfte der befragten Fachkräfte nennt die Arbeitsbelastung als zentrales Problem. Ebenfalls häufig genannt werden langwierige Abstimmungsprozesse, zu wenig Anerkennung sowie personelle oder finanzielle Engpässe.

Auch bei den Führungskräften zeigt sich ein ähnliches Bild. Sie berichten ebenfalls von hoher Belastung, komplizierten Prozessen und unzureichenden Ressourcen. Gleichzeitig wünschen sich viele von ihnen mehr Rückhalt, mehr Vertrauen in ihre Entscheidungen und klarere Handlungsspielräume, um ihre Aufgaben wirksam wahrnehmen zu können.

Ein besonders wichtiger Punkt der Studie ist das Thema Wertschätzung. Sie wird nicht als zusätzlicher Bonus verstanden, sondern als zentrale Voraussetzung dafür, dass Motivation und Veränderungsbereitschaft im Alltag überhaupt greifen können. Gemeint sind damit nicht nur Lob oder Anerkennung, sondern auch transparente Kommunikation, Rückhalt durch Vorgesetzte, Vertrauen und die Einbindung in Veränderungen.

Die Untersuchung zeigt, dass sich Verbesserungen in diesem Bereich deutlich auf die Motivation auswirken könnten. Viele Befragte bewerten Maßnahmen zur Stärkung von Unterstützung und Anerkennung klar positiv. Damit bestätigt die Studie einen Trend, der sich bereits in früheren Erhebungen abgezeichnet hatte: Die Bereitschaft zur Mitgestaltung ist vorhanden, braucht aber passende Strukturen.

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Auch bei der Arbeitgeberbindung spielen nicht nur finanzielle Aspekte eine Rolle. Besonders wichtig sind ein gutes Teamklima, ein vertrauensvolles Verhältnis zur direkten Führungskraft, die Anerkennung der eigenen Leistung und echte Entwicklungsmöglichkeiten. Gerade Weiterbildung wird dabei von vielen Beschäftigten als zentral angesehen.

Mehr als drei Viertel der Fachkräfte und fast ebenso viele Führungskräfte geben an, dass Weiterbildung einen hohen oder sehr hohen Einfluss auf ihre Bindung an den Arbeitgeber hat. Die dbb akademie sieht darin einen wichtigen Hebel, um Motivation, Zusammenarbeit und Führung im öffentlichen Dienst gezielt zu stärken.

Nach Einschätzung der Studienautoren entstehen viele Probleme nicht auf individueller Ebene, sondern in den Strukturen und in der Organisation des Arbeitsalltags. Genau dort müsse deshalb angesetzt werden, wenn Personalentwicklung und Organisationsentwicklung wirksam sein sollen.

Die Studie macht damit deutlich: Im öffentlichen Dienst fehlt es nicht an Engagement. Was oft fehlt, sind Bedingungen, unter denen dieses Engagement dauerhaft Wirkung entfalten kann.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von dbb akademie/Veröffentlicht am 02.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.