Studie: Brexit bremst Großbritanniens Wirtschaft und belastet den Handel mit der EU

Nima

Brexit
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Zehn Jahre nach dem Brexit zeigt sich die britische Wirtschaft zwar widerstandsfähig, bleibt nach Einschätzung von Allianz Trade aber klar unter ihrem früheren Potenzial. Besonders deutlich werden die Folgen beim Handel mit der EU, der laut der aktuellen Studie dauerhaft an Dynamik verloren hat. Auch deutsche Unternehmen spüren die Auswirkungen.

Nach Angaben des Kreditversicherers ist die britische Wirtschaft seit 2016 im Schnitt um 1,4 Prozent pro Jahr gewachsen. Ein wirtschaftlicher Zusammenbruch sei damit zwar ausgeblieben, ein erhoffter Wachstumsschub jedoch ebenso. Ohne den Brexit, so die Einschätzung der Studie, wäre die Wirtschaftsleistung des Vereinigten Königreichs heute um zwei bis vier Prozent höher.

Als Gründe nennt Allianz Trade vor allem schwächere Investitionen, geringe Produktivitätszuwächse und zusätzliche Handelshemmnisse. Diese Faktoren hätten nicht nur die britische Wirtschaft belastet, sondern auch den Austausch mit der Europäischen Union deutlich erschwert.

Besonders spürbar ist das demnach im Warenhandel. Laut Studie liegt der Warenaustausch zwischen Großbritannien und der EU rund 21 Prozent unter dem Niveau, das in einem hypothetischen Szenario ohne Brexit möglich gewesen wäre. Für deutsche Exporteure bedeutet das nach Einschätzung von Allianz Trade spürbare Verluste. Großbritannien sei seit dem Brexit kein Selbstläufer mehr. Mehr Bürokratie, höhere Kosten und stärkere Konkurrenz hätten dazu geführt, dass deutsche Anbieter Marktanteile eingebüßt hätten, während Wettbewerber aus China und den USA hinzugewonnen hätten.

Betroffen sind vor allem klassische Exportbranchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemie, die traditionell eng mit britischen Wertschöpfungsketten verbunden waren. Gerade in diesen Bereichen wirken sich zusätzliche Hürden im Handel besonders stark aus.

Gleichzeitig sieht Allianz Trade auch Chancen in einer möglichen engeren Zusammenarbeit zwischen der EU und Großbritannien. Eine stärkere Annäherung könnte dem bilateralen Handel neuen Schwung verleihen und auf Seiten der EU jährliche zusätzliche Exporte im Wert von mehr als 28 Milliarden Euro ermöglichen. Davon könnten laut Studie knapp sieben Milliarden Euro auf Deutschland entfallen, insbesondere in wichtigen Industriebereichen wie Automobil und Lebensmittel.

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Auch bei Investitionen könnte die EU profitieren. Höhere Handels- und Regulierungskosten, teurere Energie und zusätzliche Belastungen durch den europäischen CO2-Grenzausgleich machen den Standort Großbritannien für manche Unternehmen weniger attraktiv. Nach Einschätzung der Studie schauen sich vor allem energieintensive Industrien deshalb wieder stärker innerhalb des EU-Binnenmarkts um. Davon könnten Standorte wie Deutschland profitieren, auch wenn die Rahmenbedingungen hier ebenfalls schwierig bleiben.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt nach Ansicht von Allianz Trade die politische Lage in Großbritannien. Die wirtschaftlichen Herausforderungen erforderten langfristige Reformen, doch anhaltende politische Instabilität erschwere genau diese. Die Planungsunsicherheit auf der Insel bleibe damit hoch und sei durch den Brexit eher noch verstärkt worden.

Insgesamt kommt die Studie zu dem Schluss, dass Großbritannien wirtschaftlich zwar stabil geblieben ist, die Entscheidung für den Brexit aber dauerhaft Wachstum gekostet hat. Für die EU und insbesondere für deutsche Exporteure sind die Folgen ebenfalls spürbar, auch wenn eine stärkere Annäherung künftig wieder neue Chancen eröffnen könnte.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Allianz Trade/Veröffentlicht am 23.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.