Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat gestern an der Universität Freiburg zum 17. Mal den Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik verliehen. Die Auszeichnung ehrt junge Forscherinnen und Forscher, deren Arbeiten sich mit drängenden Fragen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Ethik und Gesellschaft befassen. Wirtschaftsethik leistet einen zentralen Beitrag, indem sie wirtschaftliche Effizienz mit sozialer Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit verbindet. Durch diese Verbindung trägt sie dazu bei, gesellschaftliche Konflikte zu entschärfen und die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft sowie der Demokratie zu festigen. Die diesjährigen Preisträger überzeugten mit innovativen Ansätzen in ihren Abschlussarbeiten.
Die ausgezeichneten Forschungsarbeiten
Berit Weiß von der Universität Hamburg wurde für ihre Masterarbeit ausgezeichnet, in der sie untersucht, warum bestimmte Werte wie Freundschaft oder Liebe nicht kommerzialisierbar sind. Ihre Analyse macht deutlich, dass solche Beziehungen auf Vertrauen und Gleichberechtigung basieren und durch Marktmechanismen ihre Authentizität verlieren würden.
Marvin Daab von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erhielt den Preis für seine Masterarbeit, die sich mit der gerechten Verteilung von Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung auseinandersetzt. Er analysiert verschiedene Verteilungsmodelle und zeigt auf, wie klimapolitische Maßnahmen sowohl ökologisch wirksam als auch sozial gerecht gestaltet werden können. Seine Arbeit liefert damit einen wichtigen Impuls für die Bewältigung der Klimakrise als gemeinschaftliche Aufgabe.
Alina Zotsenko von der Hochschule Mainz wurde für ihre Bachelorarbeit geehrt, in der sie einen praktischen Leitfaden für Unternehmen entwickelt. Dieser ermöglicht eine systematische und rechtssichere Prüfung der Einhaltung menschenrechtlicher Standards in Lieferketten. Ihre Arbeit verbindet betriebswirtschaftliche Anforderungen mit ethischer Verantwortung.
Kira Luisa Schirp, ebenfalls von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, überzeugte mit einer Bachelorarbeit, die die Wirkung von Bargeldtransfers und Sachleistungen in der Entwicklungszusammenarbeit untersucht. Sie kommt zu dem Schluss, dass Bargeld die Selbstbestimmung der Empfänger stärkt, während Sachleistungen gezielter wirken. Für eine nachhaltige Entwicklung schlägt sie vor, beide Ansätze zu kombinieren und durch Umweltsteuern zu finanzieren, um soziale Gerechtigkeit und ökologische Ziele zu vereinen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 27.02.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
