KfW hebt Wachstumsprognose für Deutschland an

Nima

Flagge von Deutschland und die Entwicklung der deutschen Wirtschaft
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Die deutsche Wirtschaft hat sich in diesem Jahr robuster entwickelt als erwartet. Nach Angaben von KfW Research wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Quartal hatte das Plus sogar 0,4 Prozent betragen.

Ursprünglich hatten die Ökonomen der KfW wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs im zweiten Quartal mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet. Nun fällt die Einschätzung deutlich positiver aus.

Niedrigwasser bremst im dritten Quartal

Ein neuer Belastungsfaktor ist allerdings das Niedrigwasser, vor allem am Rhein. Die eingeschränkte Schifffahrt dürfte die wirtschaftliche Entwicklung im dritten Quartal dämpfen.

KfW Research geht deshalb davon aus, dass das Wachstum im dritten Quartal stagniert. Dennoch wird die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Für 2026 erwarten die Ökonomen nun ein BIP-Wachstum von 1,1 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als in der bisherigen Prognose.

Für 2027 rechnet KfW Research mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Auch diese Erwartung wurde gegenüber der Mai-Prognose um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert.

Industrieproduktion soll wieder anziehen

Die optimistischere Einschätzung stützt sich vor allem auf eine erwartete Belebung der Industrieproduktion. Grundlage dafür sind steigende Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe.

Im zweiten Quartal legten die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorquartal um 1,4 Prozent zu. Gegenüber dem Vorjahresquartal betrug das Plus 4,5 Prozent. Der Auftragsbestand lag Ende Juni um 9,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher sieht die deutsche Wirtschaft trotz mehrerer Belastungen nicht ohne Perspektive. Die unklare Lage in der Straße von Hormus, Zollkonflikte mit den USA und das Niedrigwasser in Deutschland blieben zwar Risiken. Dennoch gebe es berechtigte Hoffnung auf eine spürbare Erholung der Industrieproduktion. Dazu dürften auch Impulse aus dem Sondervermögen der Bundesregierung beitragen.

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Ab dem Schlussquartal erwartet KfW Research wieder positive und teilweise kräftige Wachstumsraten.

KI-Boom und Maschinenbau stützen Auftragseingänge

Besonders stark stiegen die Auftragseingänge im zweiten Quartal im Bereich Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse. Gegenüber dem Vorjahr lag das Plus dort bei 21 Prozent.

Zu diesem Wirtschaftszweig gehören unter anderem Produkte, die vom weltweiten KI-Boom profitieren, darunter spezielle Laser und weitere Erzeugnisse der Digitalisierungsindustrie.

Auch der Maschinenbau profitiert offenbar von der hohen Nachfrage im Zusammenhang mit dem Ausbau von KI-Kapazitäten. Im zweiten Quartal stiegen die Neuaufträge dort um zehn Prozent. Einen deutlichen Aufwärtstrend sieht KfW Research zudem im sonstigen Fahrzeugbau, zu dem auch militärisch genutzte Fahrzeuge zählen.

Euroraum entwickelt sich besser als erwartet

Nicht nur Deutschland, auch der Euroraum insgesamt entwickelte sich im zweiten Quartal stärker als prognostiziert. Anders als während des Energiepreisschocks im Jahr 2022 kam es bei energieintensiven Industrien infolge des Konflikts im Nahen Osten nicht zu tiefen Einbrüchen.

Das Verarbeitende Gewerbe im Euroraum entwickelte sich im zweiten Quartal leicht positiv gegenüber dem Vorquartal. Getragen wurde diese Entwicklung nach Einschätzung von KfW Research vor allem durch verteidigungsnahe Wirtschaftszweige und den Hochtechnologiesektor.

Für den Euroraum hebt KfW Research die Wachstumsprognose für 2026 um 0,2 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent an. Für 2027 wird nun ein Wachstum von 1,2 Prozent erwartet, ebenfalls 0,2 Prozentpunkte mehr als zuvor.

Inflation bleibt über EZB-Ziel

Bei der Inflation nimmt KfW Research nur geringe Anpassungen vor. Für Deutschland und den Euroraum erwarten die Ökonomen in diesem Jahr einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,9 Prozent. In der Mai-Prognose waren noch 3,1 Prozent erwartet worden.

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Für 2027 rechnet KfW Research mit einer niedrigeren Teuerung. Das Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank dürfte jedoch weiterhin leicht überschritten werden.

Die KfW geht unverändert davon aus, dass die EZB nach einem letzten Zinsschritt im September vorerst auf weitere Straffungen verzichtet.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von KfW/Veröffentlicht am 25.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.