Die deutsche Wirtschaft findet weiterhin keinen Weg aus der Krise. Laut der neuen Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen infolge der Eskalation im Nahen Osten erneut spürbar eingetrübt.
Der Krieg mit Iran hat die Aussicht auf eine deutliche wirtschaftliche Erholung in Deutschland erheblich geschwächt. Knapp 30 Prozent der Unternehmen planen für 2026 einen Personalabbau. 35 Prozent der befragten Firmen rechnen mit einer sinkenden Produktion, und fast 40 Prozent gehen davon aus, ihre Investitionen in diesem Jahr zu reduzieren. Damit bleibt der erhoffte Aufschwung aus. Seit nahezu drei Jahren schauen deutsche Unternehmen durchgehend mit Skepsis auf die kommenden Monate. Eine derart lange Schwächephase hat es seit zwei Jahrzehnten nicht gegeben. Grundlage dafür ist die aktuelle IW-Konjunkturumfrage, für die im März nach Beginn des Iran-Konflikts rund 1.000 Unternehmen befragt wurden.
Ein Blick auf die einzelnen Ergebnisse zeigt, wie angespannt die Lage bleibt:
Die gegenwärtige Geschäftslage wird weiterhin überwiegend negativ eingeschätzt. 43 Prozent der Unternehmen berichten, dass ihre Geschäfte schlechter laufen als noch vor einem Jahr. Nur 14 Prozent nehmen eine Verbesserung wahr. Dieses Bild zeigt sich branchenübergreifend in Industrie, Dienstleistungen und Bau.
Auch für den weiteren Jahresverlauf dominieren skeptische Erwartungen. 35 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer rückläufigen Produktion, während lediglich 21 Prozent von einem Anstieg ausgehen. Selbst die Dienstleistungsbranche, die zuletzt noch vergleichsweise zuversichtlich war, blickt inzwischen deutlich zurückhaltender nach vorn. Dort erwarten 35 Prozent eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage. In der Industrie stehen 39 Prozent Unternehmen mit sinkender Produktion nur 24 Prozent gegenüber, die mit Zuwächsen rechnen.
Die Bereitschaft zu investieren bleibt ebenfalls schwach. Rund 40 Prozent aller Unternehmen wollen 2026 weniger investieren, während nur 21 Prozent höhere Investitionen planen. Besonders deutlich zeigt sich diese Zurückhaltung in der Industrie: Dort wollen 42 Prozent ihre Investitionen senken, während nur 19 Prozent mehr investieren möchten. Auch im Baugewerbe überwiegen die Kürzungspläne. 38 Prozent rechnen mit geringeren Investitionen, 23 Prozent mit höheren.
Am Arbeitsmarkt setzt sich der Abwärtstrend fort. In der Industrie planen 37 Prozent der Unternehmen mit weniger Personal, nur 14 Prozent wollen zusätzliche Stellen schaffen. Bei den Dienstleistern stehen 22 Prozent mit Einstellungsplänen 28 Prozent gegenüber, die von Stellenabbau ausgehen.
Nach Einschätzung von IW-Konjunkturexperte Michael Grömling habe der Krieg mit Iran die Hoffnung auf eine spürbare wirtschaftliche Erholung frühzeitig zunichtegemacht. Er verwies darauf, dass eine Sperrung der Straße von Hormus Lieferketten unmittelbar belaste, Energie- und Transportkosten steigen lasse und zugleich den für Deutschland wichtigen Export schwäche. Zudem machte er deutlich, dass die anhaltenden geopolitischen Krisen das deutsche Wirtschaftsmodell zunehmend unter Druck setzten. Daraus ergebe sich ein wachsender Reformbedarf für die Bundesregierung.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 16.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
