BGA warnt vor struktureller Krise des Standorts Deutschland

Nima

Großhandel
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Die aktuellen Wirtschaftsdaten sind nach Einschätzung des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen ein deutliches Alarmsignal. BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura sieht darin keine gewöhnliche konjunkturelle Schwächephase, sondern eine tiefere strukturelle Krise des Standorts Deutschland. Als Hinweise darauf nennt er den höchsten Stand bei den Insolvenzen seit 20 Jahren sowie den Verlust von 25.000 Arbeitsplätzen im Groß- und Außenhandel innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Aus seiner Sicht ist der politische Handlungsdruck entsprechend hoch. Er fordert eine umfassende Reformagenda, die auf mehr Wettbewerbsfähigkeit abzielt. Dazu gehören für ihn niedrigere Energiekosten, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, ein spürbarer Abbau von Bürokratie, steuerliche Entlastungen insbesondere für Personengesellschaften sowie eine verlässliche, angebotsorientierte Wirtschaftspolitik.

Jandura räumt ein, dass es in einzelnen Bereichen der Industrie zwar leichte konjunkturelle Impulse gebe. Diese kämen jedoch im Mittelstand bislang kaum an. Gerade im Großhandel stelle sich die wirtschaftliche Lage deutlich schwieriger dar. Besonders der Konsumgütergroßhandel, der lange als stabilisierender Faktor der Binnenkonjunktur gegolten habe, gerate zunehmend unter Druck. Ausschlaggebend seien eine zurückhaltende Kaufbereitschaft der Verbraucher, steigende Kosten und eine sinkende Investitionsneigung. Diese Belastungen würden zusätzlich durch die Krise im Nahen Osten verschärft. Deren wirtschaftliche Folgen seien auch in Deutschland immer deutlicher zu spüren, etwa durch höhere Energiepreise, steigende Transport- und Versicherungskosten sowie neue Unsicherheiten in den globalen Lieferketten.

Nach Angaben Janduras zeigt auch eine aktuelle BGA-Umfrage, dass mehr als 90 Prozent der Unternehmen mit weiteren Belastungen und spürbaren Preissteigerungen rechnen. Aus seiner Sicht dürfte dies den Inflationsdruck erneut verstärken und eine wirtschaftliche Erholung zusätzlich bremsen.

Der Außenhandel stütze die deutsche Wirtschaft derzeit zwar noch teilweise, dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Lage im Inland deutlich verschlechtere. Jandura warnt davor, die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands weiter zu ignorieren. Wenn Produktion, Investitionen und Innovationen zunehmend ins Ausland verlagert würden, könne auch der Außenhandel diesen Prozess auf Dauer nicht ausgleichen.

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Mit Blick auf die laufende Haushaltsdebatte fordert der BGA-Präsident, dass die Bundesregierung die wirtschaftliche Realität umfassend anerkennt. Seiner Auffassung nach lassen sich strukturelle Probleme nicht dauerhaft mit neuen Ausgabenversprechen und zusätzlichen Belastungen für Unternehmen und Leistungsträger überdecken. Auch innerhalb der SPD müsse aus seiner Sicht die Erkenntnis stärker verankert werden, dass wirtschaftliche Leistungsfähigkeit die Grundlage für sozialen Zusammenhalt sei.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V./Veröffentlicht am 21.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.